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Freitag, 6. Juli 2012

Lindau im Bodensee - Stadt der Türme

Zahlreiche Türme schmücken die Stadt Lindau im Bodensee. Alter (Bild 1) und neuer Leuchtturm (Bild 2), Pulverturm (Bild 4) und der Diebsturm oder auch Malefizturm genannt, sind bemerkenswerte Erscheinungen. Vom neuen 33 Meter hohen Leuchttum aus hat der Besucher eine herrliche Sicht über den Bodensee und die Stadt. Wuchtig präsentiert sich der alte Leuchtturm, der auch als Mangturm bekannt ist. Er stammt aus dem 13. Jahrhundert. Der Diebsturm mit seinen vier Türmchen um das Spitzdach herum befindet sich am Schrannenplatz direkt neben der alten Peterskirche, die mit Wandmalereien von Hans Hohlbein dem Älteren aufwarten kann. Sie gehört zu den ältesten Bauwerken am Bodensee. Den Pulverturm erreicht der Besucher über einen schönen Uferweg auf der hinteren Insel entlang. Das Bild zeigt ihn vom Wasser aus, auf einer Schiffsrundfahrt fotografiert.


Lindau - Mangturm
Lindau - Neuer Leuchtturm

Diebsturm in Lindau

Lindauer Pulverturm

Mehr über die Inselstadt Lindau im Bodensee erfahren Sie in meinen Suite101-Artikeln unter:

Mittwoch, 4. Juli 2012

Reisesegen von Fanny Dethloff-Schimmer

Greifswalder Dom
Heike Dommnich
Im Greifswalder Dom hängt eine Tafel, auf der in großer Schrift ein Reisesegen steht. Es ist ein Gedicht von Fanny-Dethloff-Schimmer.
Schon beim ersten Besuch im Dom vor einigen Jahren haben mir die Worte gefallen. Allerdings waren sie längst wieder in Vergessenheit geraten. 
Nun, nach einem erneuten Besuch im Dom, habe ich die Tafel fotografiert und den Text im Internet gefunden.
Reisesegen (ein kurzer Auszug)



"Und nun, bevor Du gehst, wünsch' ich Dir, daß Du Dich erholst.
Sag nicht einfach: "Werd ich schon ..."
Ich wünsch Dir, daß Du trotz der Reisevorbereitungen, 

trotz der vollgepackten Koffer, die so schwer sind
und doch nur das Notwendigste enthalten:
die Anziehsachen für jedes Wetter, die -zig Schuhe,die Bücher (.....)daß Du trotz Deiner Angst, zur Ruhe zu kommen, 

dort, wo Du hinfährst, auch wirklich ankommst!"

Das komplette Gedicht ist hier nachzulesen: PDF-Datei-Reisesegen oder unten im Foto.


Tafel im Eingang des Greifswalder Doms / Heike Dommnich





Montag, 31. Oktober 2011

Ein kurzer Ausflug in den Harz

Wernigerode - Heike Dommnich
Das letzte Septemberwochenende gehörte dem Harz. Wir wollten endlich einmal den Brocken zu Fuß ersteigen und dort oben übernachten. Ein Pauschalangebot, zwei Nächte in Schierke unterhalb des Brockens und eine Nacht oben im Brockenhotel machten es möglich. Somit war genug Zeit für einen Tag in der bunten Stadt Wernigerode und einen Tag später für den Aufstieg zum Brocken. Beides haben wir nicht bereut. Wernigerode mit seinem Schloss (herrlicher Ausblick), seinem Marktplatz mit dem berühmten Rathaus und den vielen kleinen Gassen mit wunderschön erhaltenen Fachwerkhäusern beglückte uns mit sonnigem Wetter.

Brockenhotel - Heike Dommnich
Am Tag darauf sollte es zum Brocken gehen. Regen begrüßte den Morgen und wir waren nicht ganz so guter Dinge. Dabei erwies sich das kühlere Wetter für den Aufstieg als gerade richtig. Der Regen verzog sich und oben bedankte sich der Brocken wieder mit Sonne und klarer, weiter Sicht. Zwei Jahre zuvor erlebten wir den Brocken im März bei Schneesturm, so dass wir froh waren, die Brockenbahn nehmen zu können. Oben sahen wir nichts und eisige Kälte biss ins Gesicht. Welch ein Kontrast jetzt zur Septembersonne. Das Wetter auf dem Brocken ist halt Glückssache. Nachdem abends die Schar der Tagestouristen abzog, zeigte sich der Berg mit rot-glühendem Himmel. Sonnenuntergang auf dem Brocken - dafür lohnt sich eine Nacht.

Da es oben doch einiges zu sehen gibt, das Museum zeigt beeindruckend die Geschichte, Natur und Technik des Berges, beschlossen wir, eine zweite Nacht zu bleiben. Diese Nacht bekamen wir unser Zimmer nicht im Hotel, sondern im Nebengebäude. Es stellte sich als ein Gewinn heraus. Im Hotel lassen sich die Fenster nicht öffnen, als Schutz gegen den extremen Sturm, der hier oft wütet. Im Nebengebäude konnten wir nachts lüften und hörten plötzlich Geräusche, die nur selten zu hören sind. Die Hirsche röhrten! Ein tiefes, lautes Röhren, so wie ich es nur aus meiner Kindheit kannte. Am Waldrand stehend hatte ich als Kind die Hirsche öfter gehört, jetzt endlich einmal wieder - und das auf dem Brocken. Herrlich!

Sonnenuntergang Brocken H. Dommnich
Zahlreiche Fotos sind in den paar Tagen entstanden. Und im Nachhinein schrieb ich folgende Artikel für Suite101:

Wernigerode - bunte Stadt im Harz
Der Brocken und sein Wetter
Die wechselvolle Geschichte des Brockens
Hexen auf dem Brocken - was ist wahr

Mittwoch, 8. Juni 2011

14 Punkte im Gault Millau 2011 für Reichenwalde "Alte Schule"

Eine solche Auszeichnung erhalten nur wenige, ganz hervorragende Restaurants. Die "Alte Schule" in Reichenwalde (Land Brandenburg) erhielt diese Auszeichnung schon zum wiederholten Male. Der Ort liegt in der Nähe von Bad Saarow und ist somit auch für Berliner als Wochenendausflug empfehlenswert. Mehr über das bemerkenswerte Restaurant finden Sie hier: Alte Schule in Reichenwalde.

Helgoland stimmt ab: Wie soll die Zukunft aussehen?



 Helgoland Marion Granel /pixelio.de
Am 26. Juni 2011 stimmen rund 1000 Helgoländer über die Zukunft der Insel ab. Es geht um ein etwa 100 Millionen teures Projekt. Dieses sieht vor, die zwei Teile von Helgoland wieder zu vereinen. Mit einem gewaltigen Damm, 1000 Meter lang und 300 Meter breit, soll die Hauptinsel wieder mit der kleinen Düne vereint werden. Die Helgoländer Fläche würde danach etwa 2 Quadratkilometer betragen. Im Jahr 1721 teilte ein starker Sturm die Insel.

Helgoland lebt von Tourismus


Über lange Jahre konnten die Helgoländer von den Einnahmen leben, die ihnen Tagestouristen brachten. Bis zu 800.000 Gäste kamen pro Jahr. Sie landeten von Cuxhaven oder Bremerhaven auf Helgoland, um dort zollfrei und ohne Mehrwertsteuer hochwertigen Alkohol, Zigaretten und mehr zu kaufen. Ein kleiner Imbiss folgte, und dann ging’s wieder zurück.
Heute kommen immer weniger Tagestouristen und die Helgoländer wünschen sich andere. Solche, die bleiben, für ein paar Tage oder länger, um Ruhe, frische Luft, Einsamkeit, das Meer aber auch Kultur und Kunst zu genießen. Dafür soll die Verbindung der beiden Inselteile die Voraussetzungen schaffen. Viele hoffen darauf, dass aus Helgoland wieder ein attraktiver Ort zum Leben wird. In den letzten 20 Jahren halbierte sich die Einwohnerzahl. Gegenwärtig sind es noch circa 1200 Einwohner. Junge Familien ziehen weg, weil die Arbeit auf der Insel fehlt.

Mehr Platz für Helgoland


Der neue Damm könnte Platz schaffen für ansprechende Hotels, Kultureinrichtungen, eine Sternwarte, einen kleinen Flugplatz und vor allem Wohnraum für ungefähr 700 bis 800 Menschen. Mit Wassersport und Sommer-Universitäten sollen dann Touristen auf die Insel gelockt werden. Als „Wiederaufbau 2.0“ bezeichnet der Bürgermeister die Pläne. Sie sind fertig und die Mehrheit der Helgoländer steht hinter ihrem Bürgermeister. Sicher gibt es Bedenken in Bezug auf die Umwelt. Ein so großer Eingriff verändert die Natur stark. Aber ohne diese Veränderung stirbt Helgoland aus, so der Tenor der meisten Einwohner.

Leuchtturm Helgoland x-ray-andi  / pixelio.de
Sollten am 26. Juni die Mehrheit der Einwohner für den Bau des gewaltigen Dammes stimmen, so könnte es in drei Jahren losgehen und in zehn Jahren wäre der Damm fertig. So sehen es die Pläne vor. Das Geld für die Realisierung wäre laut Bürgermeister kein Problem. Interessenten sind da.


Quelle und weitere Info:

Berliner Zeitung vom 08. Juni 2011 
mehr auf Wikipedia über Helgoland
Copyright - Heike Dommnich - Verwendung des Artikels nur mit Genehmigung  der Autorin